All-IP: IP-basierte Anschlüsse der Telekom kommen mit Macht

Publiziert am 2014/07/18 unter: Telefon24 Blog / News

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Die Deutsche Telekom plant, bis 2018 sämtliche Festnetz-Anschlüsse auf IP-basierte Anschlüsse umzustellen. Das bedeutet zugleich das Ende aller analogen Anschlüsse (bei Telekom: „Standard“) beziehungsweise der bestehenden ISDN-Anschlüsse („Universal“). Für Kunden erfordert die Umstellung den Abschluss eines neuen Vertrages. Derzeit hat die Telekom eine Testphase begonnen: Sie schlägt Nutzern mit einem bestehenden Analog-Anschluss vor, in einen neuen VoIP-Vertrag zu wechseln. Die Telekom schreibt derzeit vor allem solche Kunden an, deren Festnetzanschluss noch auf einer älteren Technik aufbaut (ATM-DSLAM). In den kommenden Jahren werden aber alle Analog-Festnetz-Kunden der Telekom eine Aufforderung zum Wechseln erhalten. Neuanschlüsse werden bereits jetzt in den meisten Fällen IP-basiert eingerichtet.

FAQ

Was heißt „IP-basierter Anschluss“?

„IP“ steht für Internet-Protokoll. Sämtliche Verbindungen laufen also nicht mehr über Festnetz- oder andere Anschlüsse, sondern ausschließlich über das Internet. Die Telekom nennt die derartig umgesetzte IP-Technologie das „Netz der Zukunft“. Man spricht auch von einem All-IP-Anschluss, da der bisherige Festnetzanschluss komplett ersetzt wird. Stattdessen werden immer mehr Funktionen zusammengeführt: Telefonieren, Faxen, Surfen, Mailen und Fernsehen – alles läuft nur noch über das Netz.

IP-Anschluss_final

Warum wechselt die Telekom von der Festnetz-Telefonie zu IP-basierten Anschlüssen?

Der Hintergrund für die Umstellung auf IP-Basis ist simpel: Die Technik für analoge und ISDN-Telefonanschlüsse ist weitgehend ausgereizt. Zusätzliche Erweiterungsmöglichkeiten bestehen kaum noch. Die Telekom setzt daher auf DSL-Anschlüsse in Kombination mit dem IP-Standard. Für die Telefonie und den Internetzugang werden dabei verschiedene Internetprotokolle genutzt. Die neue, vielseitig nutzbare und erweiterbare Technik lässt sich zudem relativ leicht einrichten, da bislang notwendige Zubehörteile (Splitter, NTBA) entfallen.

Welchen Router benötige ich für einen IP-basierten Anschluss?

Für IP-basierte Anschlüsse der Telekom gilt: Generell müssen Router den Standard 1TR112 unterstützen, um für DSL ohne Splitter verwendbar zu sein. Außerdem müssen sie die Technologie Annex J unterstützen. Die Produktinfos der Hersteller geben entsprechende Hinweise darauf. In jedem Fall eignen sich folgende Telekom-Speedport-Router: Speedport Entry, W 723V, W 724V, W 921V und W504V (mit aktueller Firmware). Der Router wird einfach an die Telefondose angeschlossen. Hierfür liegt ein „DSL-Kabel für den IP-basierten Anschuss“ bei.

speedport_w921v_001

Kann ich mit dem IP-basierten Anschluss mein vorhandenes Telefon weiter nutzen?

Bereits vorhandene, analoge Telefone lassen sich an den obengenannten Routern problemlos anschließen. Auch ein schnurloses Telefon kann an die genannten Router angeschlossen werden, allerdings nicht an den Speedport Entry. Generell gilt: Das Schnurlostelefon wird nicht mehr – wie bisher – an der Basis angemeldet, sondern direkt am Router. Das Speedport W 921V ermöglicht außerdem den Anschluss eines ISDN-Telefons oder einer ISDN-Telefonanlage.
Für alle anderen Router weist die Telekom lapidar darauf hin, dass eine einwandfreie Funktionalität „nicht gewährleistet“ ist. Nutzer von ISDN-Geräten müssen darauf achten, dass der Router über einen sogenannten S0-Bus verfügt. Ein solcher S0-Bus stellt die ISDN-Schnittstelle im Router dar und fungiert als Steckverbindung für die Telefonanlage.
Viele Kunden fragen sich beispielsweise nun: „Funktioniert mein Gigaset mit dem neuen IP-Anschluss von Telekom?“ Wer bereits ein Gigaset-Telefon besitzt und einen passenden Router einsetzt, dürfte kaum Probleme haben. Aktuelle Schnurlostelefone wie das Gigaset C610 IP verfügen sogar über ein Webinterface, mit dem sich mühelos IP-Accounts konfigurieren lassen.

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